100.000 auf den Barrikaden – wohin, Belarus?

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Belarus

„Die Lage ist kritisch“, so Swetlana Tichanowskaja, Oppositionsführerin in Belarus. Da stimmen ihr auch die tausenden Demonstrant*innen zu, die seit Tagen auf den Straßen von Belarus sind und eins verlangen: freie und faire Wahlen!

Alexander Lukaschenko, seit 1994 Präsident von Belarus oder auch „der letzte Diktator Europas“, wurde mit 80% Zustimmung zum sechsten Mal wiedergewählt. Nur diesem Wahlergebnis glaubt niemand. Wahlbetrug, ganz offensichtlich und zum Ärgernis vieler! Was bewegt die Menschen, sich gerade jetzt zu wehren? Wieso gehen sie auf die Barrikaden? Und was wollen sie erreichen?

In der belarussischen Nationalhymne heißt es, „Wir Belarussen sind friedliche Menschen“. Jedoch verhält sich die belarussische Polizei ganz anders. Tausende Demonstrant*innen wurden inhaftiert, schikaniert und gefoltert. Einige bezahlten mit dem Leben. Eine blutige Revolution? Vielleicht sogar ein zweiter Euromaidan, sechs Jahr nach der Ukraine? Doch ob eine Ost-West Rhetorik für die Proteste in Belarus angebracht ist, bleibt unklar. Auch ist unklar, wie es mit den politischen Gefangenen, den Oppositionellen im Exil und den tausenden Demonstrant*innen weitergehen wird.

Was bedeutet Freiheit für die Bürger*innen in Belarus? Welche Rolle spielen Frauen bei den Protesten? Welche Verantwortung tragen die EU und Russland in diesem Konflikt? Wieso fürchtet Lukaschenko die Telegram-Kanäle und europaweit verbreiteten Videos auf Social Media? Und wie sieht die Zukunft des Landes aus?

Diese Fragen diskutieren wir im Live-Stream am Donnerstag, den 3. September 2020 um 11:00 Uhr mit

  • Dr. Maria Davydchyk, Dozentin FU Berlin / Universität Freiburg
     
  • Christopher Forst, Repräsentant der Friedrich-Ebert-Stiftung für Belarus und Leiter des Regionalbüros „Dialog Osteuropa“ mit Sitz in Kiew
     
  • Miriam Kosmehl, Senior Expert Eastern Europe and European Neighbourhood, Bertelsmann-Stiftung

    Moderation: Dr. Weronika Priesmeyer-Tkocz, Stv. Direktorin, Europäische Akademie Berlin

Das Morning Briefing: kurz, knapp und auf den Punkt in 30 Minuten. Seien Sie dabei!

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe: „Europa | Jenseits der Schlagzeilen“ und kann live über den Facebook-Kanal der EAB verfolgt werden. Klicken Sie sich am 3. September um 11.00 Uhr einfach über unsere Facebook-Seite rein!

Das Projekt findet mit freundlicher Unterstützung durch das Auswärtige Amt statt.

Das Online-Briefing wird aufgezeichnet und im Anschluss ggf. in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Mit Ihrer Anmeldung zur Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden.
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